Background

Im Herbst 2015 schrieb die Kulturbehörde gemeinsam mit der “Feuer und Flamme GmbH” einen Wettbewerb aus – Kulturschaffende sollten sich für die Olympiabewerbung zum Thema äußern. Eine Jury wählte aus 50 Ideen 15 aus, die sich auf einem “Fest der Ideen” präsentieren durften:

http://www.ndr.de/kultur/Kinderprojekt-Kolympia-gewinnt-Kulturolympiade,festderideen100.html

6 Projekte wurden vom Publikum ausgewählt, darunter das:

Büro für die Durchsetzung inklusiver Olympischer Spiele

Ein Projekt von Chrisdian Wittenburg

Analog zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (von der Bundesregierung 2009 ratifiziert) im schulischen Bereich (Auflösung von „Sonderschulen“, gemeinsame Beschulung aller Kinder etc.) soll der olympische Bereich reformiert werden.

Die Vision: Alle Wettkämpfe finden innerhalb der Olympischen Spiele statt. Die „Paralympics“, „Deaflympics“ und auch die „Special-Olympics“ werden abgeschafft. Anders als in der Schule, wo Lehrer jetzt die sehr unterschiedlichen Schüler in einer Klasse unterrichten, werden die verschiedenen Wettkampfklassen nicht aufgelöst. Nur wird es jetzt eben so sein, dass nach/neben dem 100 Meter Hürden Vorlauf der Männer der Weitsprung der blinden Frauen und danach der 100 Meter Endlauf der amputierten Männer stattfindet. Die Sportler durchmischen sich, ein inklusives Ideal, und die Zuschauer erleben eine inklusive olympische Kultur. Unterschiedliche Leistungen und Voraussetzungen erlebt der Zuschauer fortan als selbstverständlich.

Die Idee ist einfach: Mehrere Veranstaltungen werden zusammengelegt. Im wirtschaftlichen Bereich würde von zu erwartenden Synergieeffekten dieser Fusion gesprochen werden…

Ende Oktober/Anfang November wird es eine Gründungsveranstaltung des BfdDiOS geben. Diese kann im FRISE-Künstlerhaus Hamburg stattfinden, aber auch ein exponierterer Ort ist denkbar. Das BfdDiOS wird durch dieses Projekt für ein halbes Jahr finanziert.

Mit verschiedenen Akteuren der Hamburger Sportlandschaft soll an der Vision inklusiver Spiele gearbeitet werden. Angedacht sind: Frank Thaleiser (Organisator des „Zehntel“ für Kinder), der Bereich „Inklusion“ des Lehrerfortbildungsinstitutes, Organisatoren von „Hamburg-Marathon“ und „Cyclassics“, Peter Richarz (Deutscher Rollstuhl Sportverband) und weitere. Aus den Arbeitstreffen werden verschiedene Medien für eine Information der Öffentlichkeit generiert: Ein Blog wird fortlaufend geschrieben, Postkarten mit grafisch aufbereiteten Kernbotschaften werden in der Stadt verteilt.